Native Speaker zu Besuch am English Day

„Schäuferla“ wäre das einzige deutsche Wort, das er kennen würde – das behauptete David Smith zumindest auf Nachfrage einer Schülerin. Der Lehrer und Director of Studies von der Kent School of English besuchte am Dienstagvormittag einige Klassen der Privaten Wirtschaftsschule in Lichtenfels.

Wie in den beiden Jahren zuvor schickte die Sprachschule aus dem südostenglischen Broadstairs einen Vertreter in die Korbstadt, um den Schülerinnen und Schülern der neunten und zehnten Klassen der PWS einen besonderen Einblick in die englische Sprache zu geben. Er zeigte ihnen, wie einfach es ist, ein Gespräch in der Fremdsprache zu führen. Sie legten mit Hilfe einfacher Floskeln schnell ihre Scheu ab und plauderten irgendwann munter darauf los.

Am Ende durften die Jugendlichen das Gelernte anwenden und dem Gast aus England Fragen stellen. Die reichten von „What’s your favourite colour?“ bis hin zu „Do you think Great Britain should leave the European Union?“.

Der Besuch machte einige Schüler noch neugieriger auf die beiden Englandfahrten nach Broadstairs, die im nächsten Jahr wieder angeboten werden. David Smith jedenfalls freute sich auf ein Wiedersehen an der Kent School of English. Er besuchte in derselben Woche noch die Städtischen Wirtschaftsschulen in Bamberg und in Coburg, mit denen die Private Wirtschaftsschule Lichtenfels bei dieser Fahrt eng zusammenarbeitet.

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Wirtschaftsschüler sitzen in Calais fest

Als am Sonntag, den 30. August ehemalige Angestellte der aufgelösten Fährgesellschaft MyFerryLink den Hafen von Calais blockierten, saßen auf der Fähre Spirit of Britain nach Dover über 2000 Passagiere fest. Unter ihnen waren 12 Schülerinnen und Schüler der Privaten Wirtschaftsschule Lichtenfels. Zusammen mit 32 Schülern der Wirtschaftsschulen Bamberg und Coburg, sowie drei begleitenden Lehrkräften waren sie auf dem Weg zur südenglischen Küstenstadt Broadstairs, um dort eine Woche Sprachurlaub bei der Kent School of English zu genießen.

In den gut sieben Stunden, die die Jugendlichen auf dem Schiff verbrachten, konnten sie bereits ihre erste Lektion erfahren, was englische Kultur betrifft. Das Motto „Keep calm and carry on.“ traf überwiegend auf die Passagiere und die Besatzung zu – ruhig bleiben, abwarten und zur Tagesordnung übergehen, ändern kann man an der Situation sowieso nichts. Erleichtert wurde das natürlich durch die alkoholfreien Freigetränke, die ab 22 Uhr erhältlich waren und das Essen an Bord, das nach Mitternachts auch nichts mehr kostete.

Am Montagmorgen um 7 Uhr endlich an der Kent School angekommen, waren Schüler, Lehrkräfte und Busfahrer über 24 Stunden auf den Beinen und mäßig motiviert, gleich mit der Schule zu beginnen. Aber da man schon mal da war, stürzten sich alle gleich in die Arbeit.

Am Nachmittag wurden die Gäste aus Oberfranken von ihren Gastfamilien abgeholt. Wer nicht sofort ins Bett und in den Tiefschlaf fiel, kam leicht ins Gespräch und berichtete von der abenteuerlichen Reise. Abends stand auch schon das nächste Highlight bevor: Barndance, ein traditioneller englischer Tanz, der dank Anweisungen des „Callers“ schnell gelernt werden kann. Spätestens auf der Tanzfläche waren alle Strapazen und alle Müdigkeit vergessen.

Der Rest der Woche lief reibungslos ab. Vormittags gab es Unterricht in kleinen Klassen mit dem Schwerpunkt Hörverstehen und Sprechfertigkeit. Nachmittags trafen sich die Schülerinnen und Schüler zu verschiedenen Aktivitäten. Im Angebot waren Beachvolleyball, Bowling, Küstenspaziergang und ein Ausflug zur nahegelegen Bischofsstadt Canterbury, die berühmt ist für ihre Kathedrale und ihr mittelalterliches Flair.

Nach einem Abendessen bei der Gastfamilie ging es frisch gestärkt weiter zu Kinobesuch, Disco, Folksongs und einem Theaterworkshop. Bei letzterem durften die Jugendlichen ihre Kreativität ausleben und sich in Gruppen kurze Theaterstücke ausdenken und einstudieren, die sie natürlich gleich vorführen konnten. Alles auf Englisch, versteht sich.

Höhepunkt der Sprachreise war am Samstag der ganztägige Ausflug der Gruppe nach London. Die Schülerinnen und Schüler fuhren mit dem Schiff auf der Themse von Greenwich aus in die britische Metropole hinein. Nach einer Führung zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten durch Lehrer der Kent School of English, hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, die Hauptstadt auf eigene Faust zu erkunden und ihre letzten britischen Pfund auszugeben.Tags darauf war schon wieder Abreisetag und eine alles in allem gelungene Woche ging für alle zu Ende. Nach einer Fähr- und Busfahrt ohne größere Komplikationen oder Verzögerungen, überwog dann letztendlich doch der Eindruck einer wirklich lohnenswerten Fahrt.

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